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Dr. med. Wolfgang Wöppel wurde am 15. August 1946 als einziger Sohn des Gastwirtehepaares Sophia und Franz Wöppel in Aschaffenburg geboren.
Seine berufliche Karriere begann an der Julius-Maximilians-Universität in Würzburg. Nach dem Studium der Medizin (1966-1971) und der Ausbildung zum Internisten war er in leitender Funktion am Kreiskrankenhaus Mosbach/Baden tätig mit den Schwerpunkten Intensivmedizin, Endoskopie, Röntgendiagnostik einschliesslich Angiografie und der Betreuung von onkologischen Patienten.
Auf der Basis dieser breiten schulmedizinischen Ausbildung sah er die Möglichkeiten der rein konventionellen Krebstherapie in vielen Fällen, und besonders in fortgeschrittenen Stadien, als unzureichend und begrenzt an. Bestätigt wurde diese persönliche Erkenntnis durch die Bekanntschaft mit dem berühmten Onkologen Dr. Josef Issels, der mit seinen naturheilkundlichen Methoden und ganzheitlicher Denkweise die rein schulmedizinische Krebsbehandlung seiner Zeit in Frage gestellt und selbst aussergewöhnliche Erfolge vorzuweisen hatte. Issels Theorien und Methoden beeinflussten die alternative Behandlung von Krebspatienten nachhaltig, besonders in Europa, Mexiko und den USA. In der Begegnung und Zusammenarbeit mit Dr. Issels in dessen Tagesklinik am Tegernsee sammelte Dr. Wöppel in den Jahren 1982-1984 wertvolle Erfahrungen auf dem Gebiet der ganzheitlichen Krebstherapie.
Am 25. Februar 1985 eröffnete Dr. Wöppel die Hufeland Klinik für ganzheitliche immunbiologische Therapie in Bad Mergentheim, die mittlerweile die älteste biologisch arbeitende Spezialklinik Deutschlands ist. Basierend auf den Issel`schen Behandlungsmethoden entwickelte Dr. Wöppel sein eigenes Konzept, dessen Kernaussage er häufig so formulierte:
„Die Krebskrankheit ist in dieser (ganzheitlichen) Sicht nämlich nicht nur die Störung eines einzelnen Organs, sondern immer Ausdruck einer umfassenden Störung des ganzen Menschen in seiner Einheit von Leib und Seele. Das therapeutische Vorgehen muss sich deshalb an den individuellen Ursachen orientieren, die zur Krankheit geführt haben könnten. Nur wenn diese Ursachen konsequent reduziert werden, kann der innere Arzt, der in jedem von uns steckt, seine Heilkräfte voll entfalten. Ein solcher Therapieansatz bekämpft nicht die Natur, sondern plant ihre Heilkräfte ein; sie zerstört nicht den Menschen, sondern baut ihn auf und eröffnet daher selbst dort noch Möglichkeiten, wo herkömmliche Methoden wirkungslos oder sogar schädlich sind.“
Als bemerkenswert gilt, dass durch die Kombination aus biologischer Basistherapie, spezieller Vollwerternährung, aktivierender Immuntherapie, psychotherapeutischer Betreuung und möglichst schonend eingesetzter konventioneller Therapien, wie sie in der Hufeland Klinik durchgeführt werden, eine ungewöhnliche Häufung so genannter Spontanremissionen beobachtet werden kann, worüber Dr. Wöppel auf internationalen Symposien referiert hat (Heidelberg 1997; Kallithea 1998). Einige dieser Fälle sind veröffentlicht.
Experten der Columbia University New York haben diesen Sachverhalt im Rahmen einer zweijährigen Studie überprüft und bestätigt. Im Juli 2005 wurden die auffallend guten Ergebnisse in einem renommierten wissenschaftlichen Magazin publiziert: “Judith S. Jacobson DrPH, MBA et al., Cancer Outcomes at the HUFELAND (Complementary/Alternative Medicine) Clinic: A Best-Case Series Review, Integrative Cancer Therapies, Vol 4, Number 2, 2005.”
Dr. Wöppel wurde mit seinem Wissen und seiner Erfahrung auf dem Gebiet der ganzheitlichen Krebsbehandlung weltweite Anerkennung zuteil. Als Experte war er auf nationalen und internationalen Kongressen eingeladen, in zahlreichen Fernsehauftritten, Berichten und Presseartikeln hat er sein Therapiekonzept dargestellt.
Trotz seiner zahlreichen Verpflichtungen nahm er gerne auch gesellschaftliche Aufgaben in seiner Heimatstadt Bad Mergentheim wahr und engagierte sich im Kirchengemeinde- und im Stadtrat. Von 1997 bis zu seinem Tod war Dr. Wöppel Zweiter Vorsitzender des Kneipp-Vereins Bad Mergentheim und unterstützte in dieser Funktion die Errichtung einer Kneipp-Anlage im Kurpark sowie die Einführung eines Kneipp-Kindergartens.
Privat genoss er das Familienleben, dem er die höchste Priorität einräumte. Der vierfache Vater suchte den Ausgleich zur intensiven beruflichen Tätigkeit in der Natur und in seinen vielfältigen Interessen: Gern ging er zur Jagd, war begeisterter Schachspieler, Freizeit-Pilot und Hobby-Zauberer, der mit seinen humorvoll gestalteten Zauberkünsten oft sein Publikum verblüffte.
Sein Lebenswerk wird fortgesetzt und die Hufeland Klinik wird auch in Zukunft Krebskranken und Patienten mit anderen chronischen Erkrankungen offen stehen. Die Geschäftsleitung haben Ehefrau Gabriele und Tochter Sonja übernommen. Zum ärztlichen Nachfolger hat er bereits zu Lebzeiten seinen guten Freund und langjährigen Mitarbeiter, den Internisten Andreas M. Demuth, bestimmt.
Bad Mergentheim, Februar 2007
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