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Hufeland Klinik
für ganzheitliche immunbiologische Therapie
Gegründet 1985 von Dr. med. Wolfgang Wöppel

 Löffelstelzer Str. 1-3
D-97980 Bad Mergentheim
Tel: +49-7931-536-0
Fax: +49 -7931-536-333

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Fallbeispiel 3
Beispiel einer Patientin mit Lokalrezidiv einer Brustkrebs-Erkrankung

Mittels einer multimodalen Behandlung (ganzheitliche immunbiologische Therapie, Photophorese-Behandlung sowie die zeitweilige Gabe einer niedrig dosierten Chemotherapie, anfangs in IPT) konnte in diesem Fall eine komplette Remission erzielt werden

Frau B. Z. geb.1958 - stationär 2006

Diagnosen:
1. Mammakarzinom links, ED 08/1997
22.08.1997 Brusterhaltende Tumorexstirpation und Axilladissektion links
10/1997 Lokalrezidiv der linken Mamma
24.10.1997 Erneut brusterhaltende Tumorexstirpation
11/97-02/98 Adjuvante Radio-Chemo-Therapie, Radiatio linke Restbrust mit
60 Gy GHD, linke Supraclavikulargrube, linke Axilla und parasternal
mit 50 Gy GHD
11/97-02/98 Adjuvante Polychemotherapie, drei Zyklen mit Epirubicin 30 mg/m2
KOF Tag 1 und 2, Ifosfamid 1.800 mg/m⊃2; KOF, Tag 3 bis 7

2. Mammakarzinom rechts, ED 05/2005
04.05.2005 Brusterhaltende Tumorexstirpation, Sentinel-LK-Resektion rechts
12/2005 Multifokales Lokalrezidiv rechts pT4b(m) pN0 (0/8) M0, R1
28.12.2005 Ablatio mammae und Axilladissektion rechts (R1)

aktuell: Lokal-Rezidive rechts thorakal

Intensivierte immunbiologische Therapie, Modifizierte Photophorese-
Behandlung (MPP) und zwei Kurse einer low-dose-CHT mit Taxotere
20 mg in kontrollierter Hypoglykämie (IPT)

Histologien:
08/97: Gering diff., teilweise nekrotisch zerfallendes, invasiv-duktales Mamma-Ca., G3
10/97: Multifokales, niedrig diff. Adeno-Ca., Rezidiv des invasiv-duktalen Mamma-Ca.
2005: Niedrig differenziertes invasiv-duktales Mamma-Ca. mit fokaler Angioinvasion,G3.
Multifokales, invasiv-duktales Mamma-Ca. mit Ulzeration der perimamillären Haut
und Infiltration der Skelettmuskulatur, G2.

TNM-Stadien:
1997 (1): pT2, pN0 (0/8, M0, G3; Rezeptoren: ER: IRS 0 -, PR: IRS 0 -.
1997 (2): pTx mult., Nx, M0, Gx; Rezeptoren: ER < 10 %, PR 50 %, Her2-neu: -
2005: pT2, pN1smic (1/3), M0, L1, V1, G3; Rezeptoren: ER -, PR -, Her 2-neu -
pT4bm, pN0 (0/8), M0, R1, G2; Rezeptoren: ER: <10%, -, PR: 20% (+),
Her2-neu: Score: 3+.

Aktuelle Anamnese und Befunde:
Anfang 2006 Wachstum mehrerer Knoten im Bereich der Ablationsnarbe der rechten Brust. Insgesamt zunehmend Erschöpfung mit rascher Ermüdbarkeit und reduzierter Leistungsfähigkeit. Im Narbenbereich zwei sichtbare Tumore mit ~ 20 und 15 mm Größe, typisch für ein Lokalrezidiv, diese lassen sich sonographisch mit homogener Struktur mit einer Größe von 9 x 13 x 17 mm und 8 x 11 x 12 mm darstellen. Weitere Kontrollsonographien zeigen zunächst deutliches Größenwachstum auf lateral 36x22x12 mm, medial auf 34x22x18 mm. Zuletzt größenkonstante bis leicht rückläufige Ausmessung beider RF.

Therapie und Verlauf:
Wir führten unsere spezielle immunbiologische Therapie durch, bei der wir neben notwendigen konventionellen Medikamenten verschiedene biologisch und immunologisch wirksame Substanzen verabreichen, mit dem Ziel den Stoffwechsel zu optimieren, den Organismus zu entgiften, zu kräftigen und in seiner Regulationsfähigkeit zu verbessern, um so alle Abwehrmöglichkeiten des Körpers bestmöglich zu aktivieren. Diese Behandlung wird ergänzt durch eine orale Basistherapie mit antioxidativen Vitaminen und Spurenelementen, kombiniert mit einer biologisch vollwertigen Kost, diversen physikalischen Anwendungen und einem Angebot an psychologischer Betreuung.

Im speziellen Fall verabreichten wir Frau Z zweimal wöchentlich ozonisiertes Eigenblut, ferner Infusionen mit hochdosiertem Vitamin C, B-Vitaminen, Spurenelementen und diversen Homöopathica. Zur Verbesserung der psychovegetativen Reaktionslage erhielt Frau Z. eine Autohormontherapie nach Schliephake, Heilstromdurchflutungen von Leber und Milz, Biofeedback, Fußreflexzonen-Therapie, Magnetfeldtherapie, Pneumatron-Behandlungen und Farblichttherapie.

Bei progredienter Karzinomerkrankung und zuletzt auch gering positivem Hormonrezeptorstatus begannen wir anfangs eine komplette Antiöstrogentherapie mit Tamoxifen 30 mg/Tag und Zoladex subcutan. Bei ausgeprägten Nebenwirkungen und AZ-Minderung wurde die Antihormontherapie dann nach vier Wochen abgebrochen. Im weiteren Verlauf zeigte sich zunächst eine Größenzunahme der beiden Lokalrezidiv-Tumoren, die sich zuletzt dann größenstabil zeigten. Bei zunehmenden links-thorakalen Beschwerden veranlassten wir eine Computertomographie des Thoraxes, bei der sich erfreulicherweise keine pulmonale Tumor-manifestation zeigte.

Des Weiteren führten wir eine modifizierte Photophorese-Therapie durch. Dabei handelt es sich um eine Behandlung, bei der eine photoaktive Substanz (aus dem Chlorophyll der Alge Spirulina Platensis hergestellt), ein sog. Photosensitizer verabreicht wird, der sich bevorzugt in Tumorgewebe anreichert. Anschließend erfolgt täglich die Behandlung mit rotem LED-Licht, wodurch es zu einer Photoaktivierung und damit zur Bildung von Singulet-Sauerstoff kommt, der dann die Tumorzellen zerstören kann. Die Therapie wurde von der Patientin problemlos vertragen, Komplikationen traten nicht auf.

In Absprache mit Frau Z. begannen wir schließlich mit einer niedrig dosierten Chemotherapie mit 1 mg Vincristin (nur zweimalig) und Taxotere 20 mg i.v. Diese Chemotherapie wurde durch eine Insulin-potenzierte Therapie [IPT] verstärkt. [Bei diesem risikoarmen Verfahren werden zunächst 0,4 IE /kg KG Normalinsulin intravenös verabreicht und so eine Insulin-induzierte Hypoglykämie erzeugt. Bei einem Blutglucosespiegel zwischen 30 und 40 mg/dl (unter entsprechendem Monitoring der Patientin) wird dann die Chemotherapie i.v. verabreicht, gefolgt von einer 5%igen Glucoselösung.

Durch dieses Verfahren lassen sich häufig stärkere Wirkungen der low-dose Chemotherapie auf den Tumor - bei gleichbleibend geringen Auswirkungen auf den Gesamtorganismus und insbesondere das Immunsystem - erzielen]. Die Therapie wurde von der Patientin recht gut vertragen. Der zweite Kurs wurde am 24.05.2006 durchgeführt.

Am 26.05.2006 Entlassung in gutem Allgemeinzustand.

Weiterer Verlauf:
Komplette Abheilung der Hautmetastasen, Beendigung der low-dose Chemotherapie, derzeit anhaltende komplette Remission der Krebserkrankung.

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