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Hufeland Klinik
für ganzheitliche immunbiologische Therapie
Gegründet 1985 von Dr. med. Wolfgang Wöppel

 Löffelstelzer Str. 1-3
D-97980 Bad Mergentheim
Tel: +49-7931-536-0
Fax: +49 -7931-536-333

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Konventionelle Therapie

Die konventionellen Therapieverfahren - Operation, Chemotherapie, Bestrahlung und Hormontherapie - wurden in den letzten Jahren ständig verbessert und haben, gezielt eingesetzt, natürlich ihre Berechtigung. Es ist mit Sicherheit falsch, wenn man diese Verfahren prinzipiell ablehnt, nur weil man grundsätzlich „natürlich“ oder biologisch behandeln will. Die biologische Therapie darf nicht ausschließlich als Alternativtherapie verstanden werden. Sie steht meistens komplementär, also ergänzend, zu anderen denkbaren und bekannten Therapieformen. Die biologische Therapie sollte aber, wie bereits dargelegt, eine Grundlage jeder Art von Krebstherapie sein. Jedoch ist sie in nur in seltenen Fälle allein ausreichend, um einem aktuellen Tumorwachstum wirksam Einhalt zu gebieten.

Viele Onkologen andererseits überschätzen heutzutage die konventionellen Therapieformen, und hier insbesondere die Chemotherapie, welche in unseren Tagen oft in zu hoher Dosierung, zum einem ungünstigen Zeitpunkt oder generell allzu häufig verabreicht wird. Professor Dr. G. Nagel hat in einem bemerkenswerten Aufsatz festgestellt, dass in einer palliativen Therapiesituation zunehmend das Problem einer Überbehandlung besteht. Er nennt vor allem persönliche Motive für diese Art der Überbehandlung, z. B. ungenügender Informationsstand der Ärzte, Über- oder Unterschätzung der Wirkungen und Nebenwirkungen der Behandlung, unkritische Übernahme sehr früh publizierter Studienergebnisse, Verlust des Gespürs für eine sinnvolle palliative Tumortherapie bei oft starrem Festhalten an einer rein naturwissenschaftlich orientierten und quantifizierenden Denkweise, sowie ferner das ausschließliche Selbstverständnis als heilender Arzt.

Es kommt deshalb sehr darauf an, konventionelle Therapieverfahren unter strenger Indikationsstellung einzusetzen und sie sinnvoll und individuell in das Behandlungs-Konzept einzubinden. Dies setzt natürlich eine entsprechende Erfahrung des Arztes voraus, der die „Schulmedizin“ ebenso beherrschen muss wie die biologischen Heilverfahren. Alle konventionellen Therapieverfahren haben i. d. R. negative Auswirkungen auf die Abwehrlage des Patienten. Dabei wirkt sich am ungünstigsten die Strahlentherapie aus, an deren Einsatz deshalb besonders strenge Anforderungen zu stellen sind. Andererseits wissen wir, dass in manchen Fällen eine niedrig dosierte Chemotherapie sogar im Rahmen der Immuntherapie zum Einsatz kommen kann, wenn das Immunsystem durch eine Überzahl von Suppressorzellen blockiert ist. Hier würde die Chemotherapie u. U. sogar helfen, die Abwehrlage zu verbessern, so paradox dies für manche klingen mag.