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Hufeland Klinik
für ganzheitliche immunbiologische Therapie
Gegründet 1985 von Dr. med. Wolfgang Wöppel

 Löffelstelzer Str. 1-3
D-97980 Bad Mergentheim
Tel: +49-7931-536-0
Fax: +49 -7931-536-333

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Magnetfeldtherapie

Darunter versteht man eine Behandlung mit gleichbleibenden (statischen) oder pulsierenden Magnetfeldern mit Hilfe von Magneten oder mit Strom betriebenen magnetischen Hilfsmitteln (Matten etc.). Kranke Zellen weisen gegenüber gesunden eine verminderte Spannung auf. Durch die Magnetfeldtherapie wird Strom induziert, dadurch wird die Durchblutung angeregt und vermehrt Sauerstoff vom Blut an die Zellen abgegeben. So erhalten sie einen Impuls, der Heilungsprozesse beschleunigen und die Abwehrkräfte steigern kann. Darüber hinaus wirken Magnetfelder auf einen Teil des vegetativen Nervensystems, das die Funktionen der inneren Organe lenkt, entspannend und heben seine Reizschwelle. Dadurch können zum Beispiel Schmerzen verringert werden.

Geschichte der Magnetfeldtherapie
Der Magnet hat seinen Namen wahrscheinlich vom Ort Magnesia in der heutigen Westtürkei, wo natürliche magnetische Erze gefunden wurden. Bereits im antiken China und Ägypten setzte man natürliche Magneten zur Heilung von Krankheiten ein. Kleopatra soll ständig ein magnetisches Stirnband getragen haben - wie man heute vermutet zur Behandlung ihrer Kopfschmerzen. Auch Hippokrates beschrieb Heilungen mit Magneten. Um 600 v. Chr. wurden in der traditionellen indischen Medizin, dem Ayurveda, Magneten zum Entfernen von Pfeilspitzen empfohlen.

Paracelsus (1493 – 1541) gilt als einer der Begründer der neuzeitlichen Magnetfeldtherapie. Er behandelte mit Magneten unterschiedliche Krankheiten - von Durchfall bis Blutungen - und schrieb den Magneten die Fähigkeit zu, die menschliche Lebenskraft wieder aufzuladen. Die erste wissenschaftliche Arbeit über Magnetismus und den menschlichen Körper stammt aus dem Jahr 1600 und wurde von Sir William Gilbert, dem Leibarzt der englischen Königin Elisabeth I., veröffentlicht. Heute werden Sonden von außen an die gewünschte Stelle im Inneren des Körpers geleitet und mit Hilfe von Magnetfeldern Diagnosen gestellt (Magnetresonanztomografie). Der Einfluss von elektrischem Strom und Magnetismus auf die Knochendichte wurde am Anfang des 20. Jahrhunderts wissenschaftlich nachgewiesen. Schon 1830 schrieb der Italiener Luigi Galvani über die Wechselwirkung zwischen Knochenaufbau und biomechanisch-elektrischen Phänomenen.

Behandlung
In der Magnetfeldtherapie werden zur Behandlung Magnetspulen, Magnetfeldgeräte, Magnet-Kissen, Magnetfolien, Magnetstäbe und andere magnetische Gegenstände eingesetzt. Das Magnetfeld selbst ist nicht spürbar, durch die Anregung der Durchblutung kann jedoch ein Kribbeln, Wärmegefühl oder Herzklopfen auftreten.

Ganzkörperbehandlungen mit Geräten, die ein pulsierendes Magnetfeld erzeugen, dauern meist zwischen 8 und 30 Minuten und können auch mehrmals pro Tag durchgeführt werden. Sie sollten allerdings insgesamt nicht länger als eine Stunde täglich eingesetzt werden, empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation WHO. Bei lokalen Schmerzen werden auch ein- bis dreimal täglich 10 bis 24 Minuten lang Kissen oder Magnetstäbe verwendet. Lokale Anwendungen können ergänzend zur Ganzkörperbehandlung erfolgen.

Risiken und Gefahren
Die Magnetfeldtherapie sollte nicht oder nur unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt werden bei Patienten mit elektrischen Implantaten wie Herzschrittmachern oder Insulinpumpen. Bei Schilddrüsenüberfunktion, Herzrhythmusstörungen, der Einnahme blutverdünnender Medikamente und Fieber (vor allem bei älteren Menschen) ist ebenfalls Vorsicht geboten.

Menschen mit niedrigem Blutdruck reagieren auf die Therapie in der Anfangsphase manchmal mit (vor allem morgendlichem) Schwindelgefühl. Sensible Menschen können Erstreaktionen - eine vorübergehende Verschlimmerung der Symptome - verspüren, die zeigen, dass der Körper auf die Behandlung anspricht. Sie treten entweder nur nach der ersten Behandlung auf oder verschwinden nach zwei bis sechs Wochen wieder. Diese Reaktion kann durch das "Einschleichen" - die langsame Steigerung der magnetischen Dosis - reduziert oder umgangen werden. Je älter eine Person ist, desto schwächer sollte auch das Magnetfeld sein, mit dem behandelt wird. Kinder im Alter bis zu drei Jahren werden mit einem Drittel, ältere Kinder mit der Hälfte der Dosis für Erwachsene behandelt.

Wirkungen der Magnetfeld-Therapie
Die Magnetfeld-Therapie ist kein Allheilmittel, aber die in Kliniken und Praxen gewonnenen Erfahrungen zeigten bisher folgende positive Wirkungen:

    • Aktivierung des Stoffwechsels
    • Förderung der Durchblutung
    • Bessere Versorgung der Zellen mit Sauerstoff
    • Steigerung der Widerstandsfähigkeit
    • Anregung der Selbstheilungskräfte

Das bedeutet vor allem grundlegende Entschlackung und Entgiftung, Regeneration biochemischer Vorgänge im Körper, beschleunigte Heilung von Verletzungen, Wunden, Narbenbildung nach Operationen. Auch rheumatische Erkrankungen können gebessert werden. Weitere therapeutische Möglichkeiten liegen in der Linderung von akuten und chronischen Schmerzzuständen, von Atembeschwerden, Verkrampfungen. Die beschriebenen Wirkungen reichen bis hin zu einer Harmonisierung des Nervensystems und der seelischen Verfassung.

Generell eignet sich einer Magnetfeld-Behandlung gut zu einer Kombination mit anderen naturheilkundlichen Maßnahmen wie unserer immunbiologischen Therapie, weshalb sie – abgesehen von den erwähnten Ausschlusskriterien – zu einem weiteren festen Baustein in unserem Programm geworden ist.